28. Februar 2011
Fahrerstars

Fahrerstars beim Revival!

stuckHans-Joachim Stuck

Das erste 24h Rennen auf dem Nürburgring hat er als 19-jähriger gewonnen. Die Erstauflage 1970 auf BMW zu gewinnen ebnete den Weg 1971 schon Werksfahrer bei BMW zu werden. Ab 1972 bei Ford, dann wieder bei BMW und schließlich mit March in der Formel 1.  Im Shadow Team und dann bei ATS, dann 1979 mit schnellem BMW M1 in der Procar-Serie.

Es sind die aktiven Jahre des Historischen Fahrerlagers die „Striezel“ erlebt. Natürlich gehen die schnellen Jahre des Hans-Joachim Stuck weit darüber hinaus…

Beim Revival kommt „Striezel“ zum Ring!

 

hahneHubert Hahne

Der Tourenwagen und Formel-2 –Pilot fuhr sein allererstes Rennen als 25-jähriger beim 6-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Mit seinen BMW700 startete er bei den Tourenwagen - und mit dem 1800 Ti beherrschte er die Deutsche Rundstreckenmeisterschaft – siegte 14-mal in 16 Rennen. In den Jahren 1966 und 1968 startete Hubert Hahne auch in der Formel -1 Weltmeisterschaft.

Als „Striezel“ Stuck seine Karriere am Ring 1970 begann, beendete Hubert Hahne seine aktive Laufbahn.

Der Fahrer, bei dem es bildlich gesprochen mehr „Fliegen auf der Seitentüre denn auf der Frontscheibe“ gab, wenn er in der Rundstreckenmeisterschaft in perfekten Drifts die Kurven räuberte, kommt als Fahrerstar ebenfalls zum Revival.

 

jochen-massJochen Mass

Seine aktive Laufbahn führte ihn vom Tourenwagen über die Formel-1 bis zu Langstreckenrennen. Nach ersten erfolgen auf Ford-Tourenwagen in den frühen siebziger Jahren wechselte Jochen Mass in die Formel-2, wurde auf Surtees 1973 Vize-Europameister und debütierte im gleichen Jahr in der Formel-1. Er fuhr Surtees-Ford, McLaren, ATS und Arrows in der Königsklasse Formel-1. In seiner aktiven Formel-1 Laufbahn bestritt er 105 Grand Prix und erzielte dabei 71 Weltmeisterschaftspunkte. Er war damit bis zur Ära Michael Schumacher neben Wolfgang Graf Berghe von Trips der erfolgreichste Formel-1-Pilot.

Die Rallye Dakar bestritt Mass 1985 im Porsche Werksteam auf einem Porsche 959. Im Jahr 1989 gewann Jochen Mass mit Manual Reuter und Stanley Dickens auf einem Sauber Mercedes das legendäre 24 Stunden Rennen von Le Mans.

Mit dem Historischen Fahrerlager verbindet Jochen Mass viele Tourenwagen-, Formel-2- und Formel-1-Erlebnisse.

Traumwandlerisch sicher steuert er auch bei Revival entweder seine ehemalige Surtees-Box oder die ihm gewidmete Mercedes-Box No. 41 an und ist zurück in „seinem Wohnzimmer“…

 

hans-hermannHans Herrmann

Im Jahr 1928 in Stuttgart geboren ist Hans Herrmann einer der vielseitigsten deutschen Piloten. Er kennt noch die Zusammenarbeit mit Vorkriegsakteuren wie Rennleiter Neubauer bei Mercedes, die ersten Starts von Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans, siegreiche Momente bei der Mille Miglia, der Targa Florio und der Carrera Panamericana.

Hans Herrmann startet 1952 erstmals auf dem Nürburgring – seinerzeit mit seinem privaten Porsche – und: Er gewann! Schon 1953 gehörte er dann zum Porsche Werksteam. Der Porsche 550 Spyder und Hans Herrmann – zusammen mit Herbert Linge bei der Mille Miglia – gefürchtete Gegner mit Klassensieg. Ab 1954 startete Herrmann als Werksfahrer für Mercedes. Er pilotierte Silberpfeile wie den W 196R und das Stromlinienmodell.

Ende der Fünziger fuhr Herrmann auch Cooper, BRM und Maserati – außerdem auch den Borgward 1500 RS. Die sechziger Jahre waren geprägt vomn Einsätzen in der Formel-1 und Formel-2. 1970 gewann Hans Herrmann zusammen mit Richard Attwood auf Porsche 917 K die 24 Stunden von Le Mans.

Nachdem er bereits als 25-jähriger auf dem Nürburgring seinen ersten Sieg beim Großen Preis von Deutschland für Sportwagen nach Hause fuhr, kommt Hans Herrmann am 30. April und 1. Mail 2011 gerne zum Nürburgring zurück.

 

Klaus-LudwigKlaus Ludwig

Er gilt als erfolgreichster deutscher Tourenwagenfahrer. In insgesamt 217 DTM-Rennen fuhr er insgesamt 36 Siege ein und landete 70 Mal auf dem Podium. Dreimal gewann er das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Er pilotierte dabei Porsche 935, 956C und 962.  Im Gegensatz zu Jochen Mass oder Hans Heyer bestritt er mit Ausnahme einiger Tests nie ein Formel-1-Rennen. Ludwig fuhr in den 1970er Jahren erfolgreich Ford Capri in der Deutschen Rennsport Meisterschaft. Er erreichte 1975 und 1976 jeweils den zweiten Platz. Schließlich wurde er 1979 Meister auf einem Kremer-Porsche-935.   Im Jahr 1988 wurde „König Ludwig“ auf Ford Sierra Cosworth Meister in der DTM.

In der DTM wechselte Ludwig zu Mercedes-Benz und wurde 1992 und 1994 Meister.  1997 folgte er Mercedes-AMG in die FIA-GT-Meisterschaft. Nach dem Gewinn der GT-Weltmeisterschaft 1998 beendete er nach einer 29 Jahre dauernden Rennsportkarriere offiziell die Laufbahn als Profirennfahrer.

Allerdings trat er 1999 dann vom Rücktritt zurück und gewann auf einer Zakspeed Chrysler Viper GTS-R das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring.

 

david-piperDavid Piper

Der „private Rennfahrer“… David Piper – mit 81 Jahren kein bißchen Müde. Im Jahr 1954 beginnt Piper seine Karriere mit einem 750ccm MG bei Bergrennen. Danach fährt er die Targa Florio im Jaguar D-Type, tourt mit einem Lotus Eleven durch Europa und macht dort halt, wo Rennen gefahren werden.

1959 startet Piper beim Großen Preis von England in der Formel-1 in Aintree – am Steuer eines Lotus 16. Ab den 1960er Jahren folgen Sportwagenrennen – Pipers privat eingesetzte Rennfahrzeuge starten in seiner Lieblingsfarbe: Hellgrün. 1962 erwirbt Piper seinen ersten 250 GTO Ferrari, ersetzt ihn bei Rennen kurze Zeit später durch einen 250 Le Mans LM.

Ab 1965 fährt Piper auf Ferrari bei allen großen Sportwagenrennen auf der Welt. Nur selten wird er seiner Lieblingsmarke untreu. Aber 1969 – als die Porsche Werksfahrer den Einsatz im neuen brandgefährlichen Porsche 917 beim 1000-km Rennen auf dem Nürburgring verweigert, springt David Piper ein.

Zum „Revival“ – der Wiedereröffnung des Historischen Fahrerlager kommt David Piper mit dem legendären grünen Porsche 917.

 

j-neuhausJürgen Neuhaus

Kaum ein deutscher Fahrer wird so eng mit der Interserie und der Marke Porsche und grandiosen Erfolgen verbunden wir Jürgen Neuhaus. Begann er in den frühen Sechzigern seine Karriere auf Alfa und Iso Rivolta so wechselte schon ab 1966 auf Porsche Carrera 6 und 911 und war bei Bergrennen erfolgreich. !966 belegte er acht erste Plätze – im Jahr 1967 waren es bei Bergrennen schon über 30!

Konsequent setzte er 1968 den Porsche 910 und ab 1969 den 908/2 ein. Im März 1969 wurde auf dem Genfer Automobilsalon ein Rennauto vorgestellt, daß den Motorsport verändern sollte - im Jahr 1970 als der brutale Porsche 917 mit über 400km/h das Licht der Homologation erblickt hatte, war Neuhaus auf einem 917K am 29.3. in Zolder beim Rundstreckenrennen furchtlos gleich Tageserster. Am Juni im gleichen Jahr startete Neuhaus auf Porsche 917K in der Interserie. Zwar verlor er in diesem Jahr noch zusammen mit Fahrer Kelleners auf dem Nürburgring ein Rad und schied aus, aber Jürgen Neuhaus wäre nicht der unverzagte Motorsportler, wenn er nicht in 1971 das 1000km-Rennen auf dem Nürburgring mit einem Kremer Porsche 911-S gewonnen hätte.

Porsche 917 Spyder, 914-6 oder 911 RSR waren die Arbeitsgeräte des heute sympathischen 69-jährigen gebürtigen Wuppertalers bevor die letzte erfolgreiche Saison 1977 im Porsche 935 bestritten wurde. In der Division 1 der DRM erzielte Jürgen Neuhaus die wichtigsten Erfolge bevor er Mitte 1977 den Rückzug auf dem Sport vollzog.

Im Historischen Fahrerlager ist Jürgen Neuhaus die Box No. 21 gewidmet – direkt neben David Piper und Kurt Ahrens.

 

Gijs-van-LennepGijs van Lennep

Der Adelige Gisjbert „Gijs“ van Lennep fuhr schon im Jahr 1958 seine ersten Rennen auf VW. Im Laufe seiner Karriere kam er über die Formel V zu DAF und zur Formel 3.

Später zählte er im Porsche Carrera 6 zu den Schnellsten. 1970 fuhr er einen Porsche 917 für ein finnisches Team - im Jahr 1971 siegte er mit Helmut Marko (heute Motorsportchef bei Red Bull Racing) im 24h-Rennen von Le Mans im Porsche 917.

Er gewann die Targa Florio im Porsche RSR 1973 zusammen mit Helmut Müller. Nicht nur in der Markenweltmeisterschaft startete van Lennep, sondern auch in der Interserie. Ab 1971 startet er in der Formel 1 – unter anderem für das Team von Frank Williams.

Im Jahr 1976 siegte Gijs van Lennep erneut beim 24h-Rennen von Le Mans. Mit Jacky Ickx lag er schlussendlich im Porsche 936 Spyder siegreich vorn. Am Ende des Jahres erklärte Gisj van Lennep seinen offiziellen Rücktritt vom Rennsport.

Der 69jährige kommt mit dem Team von „State of Art“ zur Wiedereröffnung des Historischen Fahrerlager. Er pilotiert einen Porsche 550 aus dem Jahr 1955 mit bekannter Nürburgring-Historie.

 

hans-heyerHans Heyer

Schon zur Internatszeit in Adenau nahe der Eifelstrecke Nürburgring entdeckte Hans Heyer seine Passion für den Motorsport. Nach Kartrennen, mit 16 Jahren wurde er 1968 Deutscher Meister und Europameister der Formel K.

Mit dem Team Koepchen und etwas später Schnitzer sowie AMG stiegt Heyer als Rennfahrer in den Motorsport ein. Insgesamt 12 mal nahm Hans Heyer am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil. Ab 1974 fuhr Heyer für das Zakspeed –Team ab 1975 auch für die Truppe um Porsche-Spezialist Kremer. Beim Großen Preis von Deutschland im Jahr 1977 am Hockenheimring startete Heyer auf einem Formel 1 ATS. Bis zum Jahr 1997 absolvierte der unermüdliche Hans Heyer insgesamt 999 Rennen. Im Jahr 2004 fuhr er beim Norisring Lauf des VW Polo Cup auf besondere Einladung dann auch sein 1.000. Rennen.

Dreimal gewann Heyer in seiner aktiven Laufbahn die DRM. Außerdem gewann er auch das 1000 KM Rennen auf dem Nürburgring im Jahr 1978.

Gerne kommt Hans Heyer zur Wiedereröffnung des Fahrerlagers und bringt seine Lancia Beta Monte Carlo Baujahr 1980 mit an den Nürburgring.

 

Erich-ZakowskiErich Zakowski

Nürburgring, Niederzissen,  Zakowski...

Erich Zakowski steht wie kaum ein prominenter Name bei der Wiedereröffnung des Historischen Fahrerlager für Rennsport allerhöchster Perfektion. Denn schließlich ist Erich Zakowski der legendäre Begründer des Rennsportbetriebs Zakspeed.

1968 bringt das Zakspeed Team – hervorgegangen aus der Niederzissener KFZ-Werkstatt erstmalig unter dem Namen „Zakowski-Tuning“ einen Ford Escort beim Eifelrennen an den Start.

In den 1970er – und den 1980er Jahren etabliert sich Zakspeed unter seiner Leitung als feste Rennsportgröße neben den Werksteams in verschiedenen Rennserien, besonders bei den Sportwagen. Im Jahr 1985 schließlich führt Erick Zakowski sein Team Zakspeed in die Formel  1 – als Fahrer verpflichtete man Jonathan Palmer.

Christian Danner, Martin Brundle und Bernd Schneider fuhren für Zakspeed.  Die DRM, die DTM und Langstreckenrennen wurden ein Betätigungsfeld des Hauses Zakowski.

Mit sportlichen 76 Jahren kommt Erich Zakowski  zur Wiedereröffnung des Historischen Fahrerlagers.

 

Kurt-AhrensKurt Ahrens

In Braunschweig geboren startete Kurt Ahrens ab 1958 in Rennen. Im Jahr 1961 und 1963 wurde er Deutscher Meister in der Formel Junior Klasse.

Danach wechselte er in die Formel 2. Hier startete er auf Cooper. Besonders aktiv war Ahrens als Werksfahrer für Porsche. 1969 und 1970 startete er für die Zuffenhausener jeweils in Le Mans.

Vorher – zwischen 1966 und 1969 – startete Ahrens viermal in der Formel 1.

Mit einem Porsche 917 gewann er  1969 zusammen mit Jo Siffert die 1000 km in Zeltweg/Österreich. Im Jahr 1970 war Kurt Ahrens zusammen mit Vic Elford beim 1000km-Rennen auf dem Nürburgring siegreich – hier gewannen sie mit einem Porsche 908/3.

 

Willi-Kauhsen01Willibert „Willi“ Kauhsen

Die Interserie, die Sportwagen-Weltmeisterschaft, die Formel 2 und auch die Formel 1 waren die „Kampfplätze“ für Willi Kauhsen und sein gleichnamiges Racing Team in den Jahren 1972 bis 1979.

Willi Kauhsen begann seine Motorsportkarriere im Jahr 1963 in Sport- und Tourenwagen-Rennen und erzielt bereits früh Erfolge.

Grandioser Höhepunkt am Nürburgring war 1968 ein 84-Stunden Marathon-Rennen auf dem Nürburgring über eine Distanz von 10.000 Kilometer. Als Werksfahrer für Porsche bewegte Kauhsen hier einen Porsche 911 S mit 170 PS und teilte sich das Cockpit mit Herbert Linge und Dieter Glemser.

1970 trat Willi Kauhsen zusammen mit Gerard Larrousse in einem Martini-Racing-Team Porsche 917 Langheck bei den 24-Stunden von Le Mans an. Es wurde Gesamtzweiter hinter Hans Herrmann und Richard Attwood, die in der Kurzheck-Version des 917 gestartet waren. Ab 1972 baute Kauhsen ein eigenes Rennteam auf. In der Interserie setzte sein Team einen 1000PS starken Porsche 917 Turbo ein. 1973 gewann Willi Kauhsen das Rennen der Interserie am Nürburgring.

Im Kauhsen Team waren 1975 auf Alfa Romeo Tipo 33 so bekannte Fahrer wie Jacky Ickx, Arturo Merzario, Derek Bell, Henri Pescarolo und Jacques Laffite. In diesem Jahr gewann das Team auch den  Meistertitel in der Prototypen Weltmeisterschaft. Der Einstieg 1976 in die Formel 2 und schließlich die Überlegungen 1978 auch in die Formel 1 einzusteigen sowie die Entwicklung eines eigenen Autos für die Saison 1979 sind weitere Episoden.